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Beteiligungscontrolling findet derzeit große Beachtung in Theorie und
Praxis. Als Gründe hierfür können einerseits die anhaltende
Konzentrationsbewegung in Form von Fusionen und Akquisitionen, andererseits aber auch der Trend zu dezentralen Holdingstrukturen verbunden mit der rechtlichen Ausgliederung von Teilbereichen des Unternehmens herangezogen werden.
Trotz dieser Bedeutung kann die wissenschaftliche Fundierung des
Beteiligungscontrolling jedoch noch als unzureichend angesehen werden. Daher
wurde an der Abteilung Controlling und Unternehmensrechnung eine empirische Untersuchung zum Beteiligungscontrolling durchgeführt. Eine Beschränkung auf die Management-Holding erfolgte, weil das Beteiligungscontrolling gegenüber dem allgemeinen Controlling in dieser spezifischer ausfällt als in einer Finanz-Holding oder einem Stammhauskonzern. Außerdem kann die Management-Holding als zeitgemäße Konzernform gelten, da sie sich im Spannungsfeld von Zentralisation und Dezentralisation bewegt.
Angeschrieben wurden 95 Unternehmen, hauptsächlich aus dem DAX®100,
sowie Unternehmen, mit denen
Kooperationen bestehen. Ausgewertet werden konnten 24 Fragebögen von Management-Holdings, darunter allein neun aus dem DAX® 30. Dies entspricht einer Rücklaufquote von ca. 25%. Damit kann diese Erhebung zu den umfangreichsten Studien im deutschsprachigen Raum gezählt werden, die sich mit dieser Thematik beschäftigen. Untersucht wurden dabei Fragen zu Zielen, Aufgaben, Instrumenten und Trägern des Beteiligungscontrollings sowie deren organisatorischer Einbindung.
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